Was tun bei einem Unfall? Wir haben ihnen ein paar wichtige Informationen auf dieser Seite zusammengefasst:

UNFALL? TROTZDEM KÜHLEN KOPF BEWAHREN!

Am Unfallort sind Schädiger und Geschädigte üblicherweise schockiert vom Unfallereignis. Eine gewisse Hilflosigkeit über all das, was auf den Einzelnen zukommt, ist ebenfalls nicht selten gegeben. Diese besondere Situation nutzen sogenannte Unfallhelfer aus. Seien Sie mißtrauisch gegenüber allen, die Ihnen schon an der Unfallstelle scheinbar kostenlos alle Sorgen um die Schadensregulierung und angeblichen Streit mit Versicherer, Werkstatt, Gutachter usw. abnehmen wollen. Unterschreiben Sie nicht voreilig irgendwelche Verträge oder Vollmachten. Unter Umständen müssen Sie nämlich Kosten, die diese Unfallhelfer zu Ihrem angeblichen Vorteil verursachen, selbst tragen. Verlangen Sie, daß Ihr Fahrzeug in eine Werkstatt Ihrer Wahl geschleppt wird, denken Sie daran, daß Sie im Haftpflichtschaden ein uneingeschränktes Wahlrecht Ihrer Werkstatt haben. Lassen Sie Ihr Fahrzeug, wann immer es möglich ist, in eine seriöse Fachwerkstatt bringen. Diese muß nicht eine Reparaturwerkstatt Ihrer Automarke sein, sondern gerade die freien Karosserie-Fachbetriebe sind aufgrund ihrer meisterlichen Befähigung für den Bereich der Unfallinstandsetzung die richtige Adresse. Achten Sie auf das blau-weiße Fachbetriebszeichen.

UNFALLSCHADEN KLÄRUNG DER SCHULDFRAGE

Von ganz erheblicher Bedeutung ist die Frage, wer Verursacher des Unfallschadens ist. Danach richtet sich die weitere Abwicklung.
Es gibt 3 Fälle:
1. Sie sind am Unfall schuldlos:
Sie sind zweifelsfrei schuldlos am Unfall (Haftpflichtschaden). In diesem Fall muß der Unfallgegner und seine Haftpflichtversicherung für Schäden, die an Ihrem Fahrzeug entstanden sind, aufkommen.
2. Sie sind Unfallschuldiger:
Sie sind schuld an dem Unfall. In diesem Fall können
· Schäden, die Sie an einem fremden Fahrzeug verursacht haben, vom Geschädigten gegenüber Ihrer Haftpflichtversicherung geltend gemacht werden.
· Schäden am eigenen Fahrzeug gegenüber Ihrer eigenen Versicherung von Ihnen als Kaskoschaden geltend gemacht werden, sofern Sie eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen haben. Achtung: Ihre Kaskoversicherung kann ggf. Einschränkungen oder Ausschlüsse beinhalten.
3. Sie trifft Mitverschulden
Sie trifft ein Mitverschulden an dem Unfall. In diesem Fall können Sie gegenüber dem Unfallgegner und der gegnerischen Haftpflichtversicherung nicht die vollen Kosten, die Ihnen für die Reparatur an Ihrem eigenen Fahrzeug entstehen, geltend machen. Sie können ggf. die Schuldfrage über die Beauftragung eines Rechtsanwaltes klären lassen. Hinweis: Die Einschaltung eines Rechtsanwaltes empfiehlt sich in den Fällen, in denen es zu einem Personenschaden gekommen ist.

GENERELLE HINWEISE

Ihr Fahrzeug kommt in den Karosserie-Fachbetrieb zur Beseitigung des Unfallschadens. Bitte denken Sie stets daran, daß derjenige, der den Reparaturauftrag erteilt, auch für die Bezahlung der Reparatur-Rechnung haftet. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Ersatzanspruch gegen den Unfallverursacher bzw. dessen Haftpflichtversicherung besteht. Ausmaß des Schadens Das Ausmaß des Schadens stellt der beauftragte Fachbetrieb fest. Bei größeren Schäden wird ggf. die Einschaltung eines Sachverständigen erforderlich, der gemeinsam mit dem Fachbetrieb die Höhe der voraussichtlichen Kosten und den Reparaturweg festlegt. Bagatellschaden Bei einem Schaden unter ca. 500 EURO bedarf es keines Sachverständigen-Gutachtens. Hierbei handelt es sich um einen sogenannten Bagatellschaden. Sollten Sie dennoch einen Sachverständigen einschalten, ist die Haftpflichtversicherung des Unfallgegners nicht verpflichtet, dessen Kosten zu erstatten. Wir empfehlen deshalb, von Ihrem Karosserie-Fachbetrieb einen Kostenvoranschlag über die voraussichtlichen Reparaturkosten einzuholen. Die Abrechnung der Reparaturkosten mit der Versicherung erfolgt dann aufgrund des abgegebenen Kostenvoranschlags, sofern diese eine Reparaturkostenübernahmebestätigung abgegeben hat. Totalschaden Wirtschaftlicher Totalschaden ist dann gegeben, wenn die Reparatur des Fahrzeugs so hohe Kosten verursachen würde, daß sie wirtschaftlich nicht mehr vertretbar ist. Bei einem schweren Schaden stellt sich deshalb die Frage, ob das Fahrzeug repariert oder auf Totalschadenbasis abgerechnet werden soll. Grundsätzlich liegt ein Totalschaden vor, wenn die Reparaturkosten den Wiederbeschaffungswert übersteigen. In diesem Fall können Sie normalerweise nicht Ersatz der Reparaturkosten, sondern den Wiederbeschaffungswert abzüglich des Restwertes für das Fahrzeug verlangen. Als Wiederbeschaffungswert gilt der Preis, der bei Kauf eines gleichwertigen Fahrzeugs bei einem Kfz-Händler (Verkäufer) zu zahlen wäre. Reparaturkostenübernahmebestätigung Eine Reparatur an Ihrem Fahrzeug kann je nach Schwere des Schadens erhebliche Kosten verursachen. Wenn Sie schuldlos am Unfall sind und die gegnerische Haftpflichtversicherung zur Leistung verpflichtet ist, gibt es die Möglichkeit, von der gegnerischen Versicherung eine sogenannte Reparatur-kosten-Übernahmeerklärung einzuholen. Dazu weisen Sie als Geschädigter durch Ihre Unterschrift auf einem in der Werkstatt vorrätigen Formular die Versicherung an, die Reparaturkosten unmittelbar an die Werkstatt zu zahlen. Erklärt die Versicherung, daß sie voll für die Reparaturkosten eintritt, dann kann die Werkstatt das Fahrzeug bedenkenlos reparieren und wieder herausgeben, ohne daß Sie als Kunde in Vorlage treten müssen. Erklärt die Versicherung jedoch nur eine geringere Haftungsquote, z. B. 50 %, müssen Sie als Kunde beim Abholen des instandgesetzten Fahrzeugs die Differenz des Rechnungsbetrags an die Werkstatt zahlen. In vielen Fällen hat sich auch die Abtretungserklärung als richtiger Weg der schnellen Schadensregulierung erwiesen. Bei Abtretungserklärungen werden die Ersatzansprüche aus der Fahrzeugreparatur an die Werkstatt abgetreten. Leasingfahrzeug Als Halter eines geleasten Fahrzeugs oder eines Firmenwagens empfehlen wir, sich im Schadensfall zunächst mit dem Eigentümer Ihres Fahrzeugs (z. B. Leasinggesellschaft) wegen der Unfallregulierung und des Reparaturauftrages in Verbindung zu setzen. Viele Leasingverträge enthalten die Klausel, daß die Reparatur des Unfallfahrzeugs nur in einer "vom Hersteller anerkannten Reparaturwerkstatt" erfolgen darf. Ihr Karosserie-Fachbetrieb wird im Zweifelsfall mit dem Eigentümer, z. B. der Leasinggesellschaft, die Abwicklung der Unfallreparatur abklären. Sie sollten jedoch in Ihrem eigenen Interesse die Werkstatt davon in Kenntnis setzen, daß es sich um ein Leasingfahrzeug handelt.

ERSATZ VON UNFALLKOSTEN IM HAFTPFLICHTFALL

Im Zusammenhang mit einem Unfall entstehen dem Geschädigten üblicherweise nicht nur die reinen Reparaturkosten an seinem Fahrzeug, sondern eine Reihe weiterer Kosten. Diese werden nicht alle und nicht in jedem Fall ersetzt, weswegen der Geschädigte gegebenenfalls rechtskundigen Rat einholen sollte. Folgende Kosten können anfallen: Abschleppkosten Abschleppkosten sind dem Grund nach vom Unfallverursacher bzw. dessen Versicherung zu ersetzen. Probleme können allerdings hinsichtlich der abgeschleppten Fahrstrecke entstehen. Nach der Rechtsprechung muß der Geschädigte sein Fahrzeug nicht in eine nächstgelegene beliebige Werkstatt abschleppen lassen, sondern hat Anspruch auf Erstattung der Abschleppkosten zu einer zuverlässigen, fachlich geeigneten und räumlich nahe gelegenen Werkstatt seiner Wahl. Mietwagenkosten Die gegnerische Haftpflichtversicherung übernimmt während der Reparaturdauer auch die Kosten für ein Ersatzfahrzeug, wenn ein unbestrittener Anspruch des Geschädigten besteht. Jedoch nur in Grenzen der Erforderlichkeit, wobei der Geschädigte zur Schadensminderung verpflichtet ist. Nutzungsausfall Die Nutzungsausfallentschädigung ist eine Alternative zu den Mietwagenkosten und wird von den Versicherungen für die Dauer einer normalen Reparatur bzw. eine angemessene Zeit für die Wiederbeschaffung eines Fahrzeugs ebenfalls anerkannt Die Höhe der Entschädigung richtet sich in der Praxis nach Tabellen. Kosten für Sachverständigengutachten Ein Kraftfahrzeug-Sachverständiger ist berechtigt, Gutachten zu erstellen, die Gerichte, Behörden und auch Versicherungsgesellschaften nutzen können. Die Hinzuziehung eines Sachverständigen dient u. a. dazu, Schadensumfang und -höhe sowie Fahrzeugwert und eventuelle Wertminderung festzulegen und Beweissicherungsverfahren durchzuführen. Die dafür anfallenden Kosten einschließlich der Anfertigung eines entsprechenden Gutachtens sind durch den Schädiger bzw. dessen Versicherung zu übernehmen: jedoch nicht - wie bereits erwähnt - bei Baga-tellschäden. Kredit- und Finanzierungskosten Unter bestimmten Voraussetzungen werden auch die für eine Reparatur anfallenden Finanzierungskosten erstattet. Das kann der Fall sein, wenn es Ihre finanzielle Situation nicht zuläßt, die Ihnen entstehenden Kosten aus eigener Tasche zu tragen. Anwaltskosten Die für die Regelung berechtigter Ersatzansprüche anfallenden Anwaltskosten müssen ersetzt werden. Sie sollten immer dann einen Rechtsanwalt einschalten, wenn es Streit hinsichtlich der Schuldfrage gibt oder Ihnen ein Personenschaden entstanden ist. Abzug "Neu für Alt" Nicht übernommen werden von den Versicherungen Beträge eines evtl. Abzugs "Neu für Alt" sowie die Mehrwertsteuer, falls Sie vorsteuerabzugs-berechtigt sind. Diese Abzüge müssen Sie dann selbst an Ihre Reparaturwerkstatt bezahlen. Der Begriff "Neu für Alt" bedeutet, daß sich durch den Ersatz beschädigter Teile oder Aggregate und durch den Einbau von Neuteilen eine Verbesserung des Gebrauchswertes des Fahrzeugs ergibt. Die Höhe des Abzugs "Neu für Alt" ist vom Sachverständigen gutachtlich festzulegen. Auch bei einer Lackierung kann der Abzug "Neu für Alt" angesetzt werden.

ERSTATTUNG VON UNFALLKOSTEN IM KASKOFALL

Wenn Sie bei einem von Ihnen selbst verursachten Unfall Schaden an Ihrem Fahrzeug erlitten haben und vollkaskoversichert sind, können Sie diesen Schaden über Ihre eigene Kaskoversicherung abrechnen. Hierbei wird Ihre Versicherung üblicherweise einen Sachverständigen benennen, der den Schaden an Ihrem Fahrzeug feststellt. Ihre Versicherung ist also weisungsbefugt. Melden Sie den Schaden umgehend Ihrer eigenen Versicherung! Achtung: Die Kaskoversicherung erstattet nur die reinen Reparaturkosten sowie die Abschleppkosten des versicherten Fahrzeugs in einen räumlich nahe gelegenen Fachbetrieb. Nicht erstattet werden von Ihrer Versicherung der merkantile Minderwert, Mietwagen oder Nutzungsausfall und die Mehrwertsteuer bei Vorsteuerabzugsberechtigten. Ebenfalls abgezogen wird die Selbstbeteiligung an der Kaskoversicherung, sofern diese vereinbart wurde. Bei Teilkaskoschäden (z. B. Glas- oder Wildschäden) benötigen Sie gegenüber Ihrer Versicherungsgesellschaft eine Bestätigung des Vorfalls, z. B. von der Polizei oder dem zuständigen Jagdpächter. Sie sollten deshalb unbedingt Unfallspuren sichern und die zuständigen Behörden mit der Beweissicherung beauftragen. Auch Teilkaskoschäden sollten Sie unverzüglich Ihrer Versicherung melden. Abzug "Neu für Alt" Auch im Kaskoschaden können Abzüge "Neu für Alt" vorgenommen werden. Der Abzug beschränkt sich bei Krafträdern, Pkw und Kombi bis zum Schluß des 4. auf die Erstzulassung folgenden Kalenderjahres auf Bereifung, Batterie und Lackierung. Werden Altschäden mit beseitigt, ist hierfür ebenfalls ein Abzug gerechtfertigt.

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